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Fotos Liturgischer Spaziergang am 19.7.08

Ein liturgischer Spaziergang auf dem Besinnungsweg in Fellbach

 „Besinnung im Leben tut Not, weil wir in einer Zeit leben, die uns tagtäglich mit neuen, nie dagewesenen Fragen konfrontiert, weil sich aber auch Antworten in unserer schönen Kulturlandschaft finden lassen.“ So begründete der Fellbacher Oberbürgermeister Christoph Palm den Bau eines Besinnungsweges am nördlichen Rand der Stadt.
Das war im Herbst 2001, als die ersten zwei Kunststationen eröffnet wurden. Im Jahr 2000 als Geschenk der Fellbacher Christen zum 2000. Geburtstag Jesu Christi wurde der Grundstein gelegt. An verschiedenen Besinnungsorten, einige sind fertiggestellt, andere sollen noch folgen, werden Natur, Kunst, Religion und Philosophie zusammengeführt. Zu jedem Ort entsteht ein themenbezogenes Kunstwerk mit Bezug auf ein biblisches Wort.
 
Die erste Station „Zeit“ (Prediger 3,1: Ein jegliches hat seine Zeit) wurde von der Berliner Bildhauerin Inge Mahn mit einer begehbaren Sonnenuhr gestaltet. Im Zentrum der Sonnenuhr steht unter dem Antoniuskreuz eine Bank, von der aus man über sechs nach Osten ausgerichteten Stelen zu verschiedenen Jahreszeiten den Sonnenaufgang beobachten kann.

Die Station zum Thema „Gott-Transzendenz“ (Hiob 42,5: Ich kannte dich ja nur vom Hörensagen) wurde von Anatol Herzfeld mit dem „Gottessucher“, der unserem „Liturgischen Sparziergang“ den Namen gab, gestaltet. In einen massigen Findling aus der Urzeit des Planeten fräste er ein Gesicht, das von einem kleinen Hügel am Rand des Hartwaldes mit großen Augen in Richtung der Oeffinger Kirchtürme blickt.

Ein weiteres Kunstwerk stammt von Jürgen Brodwolf – die ihm zugeordnete Station trägt den Titel „Geborgenheit und Vertrauen“. Er schuf für den Besinnungsweg ein fünf Meter langes rostfarbenes, stählernes Boot, auf dem ein Figurenpaar aus Bronze montiert ist. In der Haltung des Paares drückt sich der Wunsch und das Bedürfnis der Menschen nach Geborgenheit und Sicherheit in der schützenden Zweisamkeit aus.
 
Die für die Station „Schöpfung“ realisierte Arbeit von Micha Ullman greift das Thema des Vergehenden, des Anwesenden im Abwesenden auf. Ein tatsächlich existierender, lebensgroßer Baum, in seiner vereinfachten Gestalt aus einer mächtigen Stahlplatte ausgesägt, wird nur durch seinen Schattenriss als Negativform definiert. Die 18 m lange und ca. 9 m breite Platte liegt auf der erde, Gräser und Kräuter wuchern durch die freien Stellen und zeichnen das Bild des abwesenden Baumes nach. (Deuteronomium 20, Der Baum auf dem Feld sei der Mensch selbst).

Auf dem Weg machen wir ebenfalls bei der Oeffinger Feldkapelle „Heilig Kreuz“ halt, an einem historischen Verkehrsweg gelegen, dokumentiert sie wunderschön die jahrhundertealte Idee des Besinnungsweges. Mit ihrer bemerkenswerten Stuckierung aus dem 17. Jahrhundert belegt sie eindrucksvoll die traditionelle Verbindung von Kunst und Religion…

Der „Liturgische Spaziergang“ führt uns über den Besinnungsweg Fellbach und zurück. An den Stationen werden meditative Impulse zum jeweiligen Werk und der zugeordneten Bibelstelle eingelegt.

Zum Schluss genießen Sie unsere sommerlichen Bowle und frischen Hefezopf.
Sie und Ihre Freunde sind herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Sie!

Samstag, 19. Juli 2008
Treffpunkt: 14:30 Uhr vor dem Ökumenischen Zentrum Burgholzhof
Mitfahrgelegenheit vorhanden oder nach telefonischer Vereinbarung

Anmeldung erforderlich Tel. 0711-54 47 59

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