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abendrot.Extra im Mai

Jakob Bräckle
Meine einfache Landschaft

Die Ausstellung.

Besuch der Ausstellung in der Städtische Galerie Böblingen
Führung: Corinna Steimel, Leiterin der Galerie

In der Überblicksausstellung, die in großen Teilen aus dem Museum Biberach, das im Besitz des gesamten Nachlasses des Künstlers ist, übernommen wird, werden die Schaffensphasen seiner sich über insgesamt 65 Jahre lang ausgeführte Malerei, angereichert mit Leihgaben aus prominenten öffentlichen Sammlungen, erstmals in diesem Umfang in Böblingen und somit in der Region Stuttgart vorgestellt. Zusätzlich wird die Schau mit noch nie öffentlich gezeigten Exponaten aus Privatbesitz aus dem hiesigen Raum bereichert.

Ausstellungsarchitektonisch gut nachvollziehbar lassen sich in der Böblinger Präsentation die einzelnen Werkentwicklungsstufen in Jakob Bräckles Malerei anschaulich herauskristallisieren. Malt er anfangs noch naturalistisch oder ist vorübergehend gar dem neusachlichen „Magischen Realismus“ zuzuordnen, wird sein Spätwerk unter dem Eindruck des avantgardistischen Malers Kasimir Malewitsch von einer nahezu abstrakten Reduktion bestimmt.

Zwanzig Jahre vor seinem Tod 1987 formuliert Jakob Bräckle ein prägnantes Statement seiner individuellen Kunstanschauung, die sich wie ein Leitsatz durch sein höchst produktives Lebenswerk zieht: „Diese, meine einfache Landschaft Winterreute, welche nicht viel äußeren Reiz hat, ließ mich schon früh in das Geheimnisvolle der Natur, in das Unsichtbare, in das Ewige hineinblicken“.

Samstag, 25. Mai 2019, 15:00 Uhr
Teilnahme: 8,00 €    Anmeldung: Tel. 0711-54 47 59

Jakob Bräckle zu Ehren
Das Große im Kleinen.

Lesung mit Musik.

Peter Kuhn, Lesung aus Arnold Stadler: „Auf dem Weg nach Winterreute“
Dr. Axel Kuhn, 1. Vorsitzender der Christian-Wagner-Gesellschaft, Warmbronn
Lyrik von Hermann Hesse, Eduard Mörike, Christian Wagner u. a.
Steffen Münster, Gitarre

Jakob Bräckle (*1897) Als der Maler am 29. Oktober 1987 im neunzigsten Lebensjahr starb, hatte er als einer der bedeutenden Maler Süddeutschlands einen weiten und folgerichtigen Weg hinter sich gebracht. Geboren in Winterreute bei Biberach, studierte er in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg an der Kunstakademie Stuttgart, um anschließend in seine nur scheinbar enge Heimat zurückzukehren, die er bis an sein Lebensende nicht mehr verlassen sollte. Dort, auf den Feldern und bei den Höfen und Häusern der Umgebung, fand er die Motive seiner Bilder.

Arnold Stadler (*1954) in Meßkirch, studierte katholische Theologie in München, Rom und Freiburg, anschließend Literaturwissenschaft in Freiburg, Bonn und Köln. Er lebt und schreibt in Berlin, in Sallahn unweit der Elbe und in Rast über Meßkirch. Arnold Stadler erhielt zahlreiche bedeutende Literaturpreise, darunter den Georg-Büchner-Preis.

Steffen Münster (*1987) ist Gitarrist, Arrangeur und Komponist. Er studierte 2008 bis 2009 Jazz-Gitarre an der Hochschule für Musik in Nürnberg und von 2009 bis 2014 Jazz/Pop-Gitarre an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart und schloss dort sein Studium mit Bestnote ab. Mehrere Auszeichnungen.

Freitag, 17. Mai 2019, 19:00 Uhr

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Mahatma-Gandhi-Str. 7, 70376 Stuttgart

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