Ökumenisches
Zentrum
Burgholzhof
AbendRot Logo

abendrot.Gottesdienst im Oktober
Der Himmel soll warten!

Jetzt.

© MFA+ FilmDistribution e.K.

Viele Menschen leben nicht immer im Jetzt und Hier. Sie befinden sich mit ihren Gedanken und Empfindungen entweder in der Vergangenheit, um verpassten Gelegenheiten nachzutrauern, oder in der Zukunft, um sich mit Zukunftsängsten zu quälen. Doch auf das Hier und Jetzt sollte es uns ankommen. Jetzt, gerade in diesem Augenblick, gilt es zu handeln. Was gewesen ist, lässt sich nicht ändern, und was die Zukunft bringt, entscheidet sich unter anderem an dem, was wir jetzt tun.

Am Freitag, 26. Oktober zeigen wir Ihnen den mehrfach ausgezeichneten griechischen Film „Djam“. In einer Szene trifft die Hauptdarstellerin auf einen alten Mann, der auf Grund der Krise seines Landes alles verloren hat. Daran scheint er fast zu verzweifeln. Eines morgens beginnt er, sein eigenes Grab zu schaufeln.

Doch dann ist auf einmal alles anders. Die wunderbare Musik, die ihm aus einem engen, aufgeheiztem Lokal entgegenschallt, katapultiert ihn ins Jetzt. „Ich habe noch viel Zeit und bin noch so was von da!“ ruft er in die Welt… 

„Meine Zeit steht in deinen Händen“, weiß der Psalmbeter. Da ist nämlich einer, der alles zusammenhält: Zeit und Ewigkeit. Er räumt jedem von uns seine eigene Zeit ein. Und er will, dass wir da sind im Hier und Jetzt. Unsere Zeit ist aufgehoben in seinen Händen. Das zu wissen, tut gut…


Sonntag, 21. Oktober 2018, 19:00 Uhr 


Ökumenisches Zentrum Burgholzhof

Mahatma-Gandhi-Str. 7
70376 Stuttgart
www.abend-rot.de

Evangelische Steigkirchengemeinde  + Katholische Kirchengemeinde St. Martin

abendrot.Gottesdienst im November
Atemholen zur Freude:

Traurigsein.

„Traurigsein ist wohl etwas Natürliches. Es ist wohl ein Atemholen zur Freude, ein Vorbereiten der Seele dazu.“, schreibt die Ausnahmekünstlerin, die Worpsweder Malerin Paula Modersohn-Becker 1901 in einem Brief an ihren Mann. Sie hatte Grund genug, traurig zu sein. Ihren Mann lieben zu können, als Künstlerin anerkannt und Mutter zu werden – das hatte sie gehofft. Diese Hoffnungen hatten sich nicht erfüllt

Traurigkeit gehört zu den Gefühlen, die die meisten Menschen gerne verdrängen oder überspielen. Lieber schnell an etwas Schönes denken oder einen lustigen Film anschauen. Und wenn jemand im Umkreis traurig ist, versuchen wir, sie oder ihn anzulenken und auf andere Gedanken zu bringen. Besser wäre es, Traurigkeit zuzulassen, sie uns zu erlauben. Paula Becker-Modersohn hat erkannt, dass Traurigsein eine durchaus natürliche Sache ist

Traurigkeit zeigt uns, was wirklich wichtig ist. Sie macht uns bewusst, was wir vermissen, wonach wir uns sehnen und was uns fehlt. Sie schenkt uns Tiefe, sie bringt uns dazu, uns mit der Vergänglichkeit der Dinge zu beschäftigen und auch mit Grenzen. Grenzen, die entstehen, weil wir nicht alles (haben) können, nicht alles erreichen können, nicht alles verändern können.

Traurigkeit darf sein - in diesem Atemholen steckt die Kraft, sie auszuhalten und vielleicht auch wieder Freude zu erleben…


Sonntag, 18. November 2018, 19:00 Uhr



Ökumenisches Zentrum Burgholzhof

Mahatma-Gandhi-Str. 7
70376 Stuttgart
www.abend-rot.de

Evangelische Steigkirchengemeinde  + Katholische Kirchengemeinde St. Martin